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Vortrag beim Hauptstadt-Symposium Diabetes

Für „Bewegung auf Rezept“ setzte sich Professor Halle im Rahmen seines Vortrags beim Hauptstadt-Symposium Diabetes vor rund 500 Diabetologen ein: „Es ist durchaus möglich, dass Diabetes-Patienten irgendwann einmal auf Insulinspritzen oder Medikamente verzichten können. Vorausgesetzt, sie beginnen, rechtzeitig abzunehmen und sich regelmäßig zu bewegen.“ 

Er kritisierte, dass dies bereits seit über zehn Jahren in der Wissenschaft bekannt ist. In der Praxis würde aber selten verordnet, den Lebensstil frühzeitig gezielt zu ändern. Nichts sei schlimmer, als den Patienten in einer Ungewissheit zu lassen und zu sagen: „Ja, gehen Sie mal jeden Tag irgendwie spazieren. Oder melden sie sich in der Nordic Walking Gruppe Ihres Vereins an. Oder machen Sie drei Mal die Woche Sport, indem Sie joggen.“ Alle drei Empfehlungen seien falsch. 

Professor Halle: „Der übergewichtige Typ 2-Diabetiker, 30 Jahre alt, der in seinem ganzen Leben nie sportlich aktiv war, muss anders beraten und begleitet werden als der eher schlankere, ältere Diabetes-Patient, der eine Herzerkrankung hat. Die Empfehlung muss ein Arzt geben. Ein Rezept mit Medikamenten auf der einen Seite und ein Rezept zur Bewegung auf der anderen Seite – wenn das nicht nebeneinander an den Patienten weitergegeben wird, ist der erste Schritt schon verpasst."

Bildnachweis: Sanofi

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